Geputzt werden muss überall

Hinter den Kulissen bei PUMA werden die Ärmel hochgekrempelt 

In der Herzogenauracher Puma - Zentrale startet nicht etwa der große Frühjahrsputz. Bereits die regelmäßige Grundreinigung zieht so manchen Schaulustigen an. Auch hinter den Kulissen werden die Ärmel hochgekrempelt.

 

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"Früher habe ich im Verkauf gearbeitet, aber da stand ich andauernd nur rum und habe auf Kunden gewartet", erinnert sich Jasmina Shakaj. Die 25-Jährige gehört heute zum Team der Franken Gebäudereinigung und arbeitet bei der Puma AG im Bereich des Restaurants. Nach ihrer Bewerbung bei dem Erlanger Dienstleistungsunternehmen wurde sie sofort für die Unternehmenszentrale "Pumavision Headquarters" in Herzogenaurach genommen.

Seit März kümmert sie sich dort nun bereits um die Reinigung des Geschirrs im Restaurant. " Meine Kollegen sind sehr nett", findet Shakaj und was ihr besonders wichtig ist: "Ich habe hier an jedem Tag viel zu tun." Nach der Eröffnung der neuen Pumagebäude im Herbst 2009 übernahm Franken Gebäudereinigung bereits im Januar die Alleinverantwortung für den Reinigungsservice im Verwaltungsgebäude und ebenso im Brandcenter.

Hohe Hygienestandards

"Wir sind ein multifunktionaler Veranstaltungsbereich", erklärt der Eventmanager von Puma, Sebastian Friedrich. "Nicht nur im Gastronomie-Bereich, sondern auch in allen sonstigen Bereichen unserer Gebäude ist aufgrund der zu empfangenden Besucherströme ein hoher Hygienestandard sehr wichtig."
Ingo Gartner, Inhaber von Franken Gebäudereinigung, beauftragt deshalb täglich zwischen sechs und acht Mitarbeitern allein für das Headquarter. Auch die Sparkasse Erlangen, die Erlanger Arcaden und die Friedrich-Alexander-Universität gehören zu Gartners Kundenstamm. Mit den Konferenzräumen, den Veranstaltungssälen und dem Betriebsrestaurant kommt das Unternehmen im Jahr allein bei Puma, so Gartner "nach unserer eigenen Kalkulation auf 1,5 Millionen Quadratmeter". Dabei werde, so erklärt der Gebäudereinigermeister, auf Qualität und Nachhaltigkeit gesetzt und der Kunde Puma unterstütze dies. "Puma legt großen Wert auf die biologische Abbaubarkeit der Produkte.

Auch die verwendeten Staubsauger sind umweltfreundlicher als herkömmliche, denn sie arbeiten mit einem geringeren Stromverbrauch. Dreh- und Angelpunkt für Erfolg und Qualität, so bestätigt es die stellvertretende Geschäftsfüherin Christa Castiglione, sind die Mitarbeiter selber. 
"Wir stellen niemanden per Telefon ein", versichert sie und ergänzt: "Es ist wichtig zu schauen, wen man wo einsetzt. Jeder Mensch ist anders und kann an anderer Stelle gut und vor allem auch gerne arbeiten." Das hätte das Unternehmen anfangs auch wieder festgestellt, als es im Bereich der Küche unter den Mitarbeitern zu einer Disharmonie gekommen sei, so dass Angestellte an anderen Stellen eingesetzt hätten werden müssen. 

Mitarbeiter im Fokus

Nicht nur das Auftreten und die Arbeitseinstellung sei dabei wichtig, so betont Gartner, sondern auch die Vertrauenswürdigkeit. "Man muss bedenken, dass beispielsweise die in den Sparkassen tätigen Kräfte Schlüsselmacht besitzen". Im Puma-Haus seien 90 Prozent der Angestellten, im gesamten Unternehmen immerhin 70 Prozent, so Gartner, sozialversicherungspflichtig.

Dem Inhaber nach, sei dies ein qualitätssicherndes Merkmal. Zudem würden stets Kontrollen durchgeführt werden, die einen bleibend hohen Standard sicherstellen sollen. Für Shakaj ist die Arbeit bei Puma als alleinerziehende Mutter genau das Richtige, denn "da ich von 10 bis 15 Uhr arbeite, kann ich morgens meine siebenjährige Tochter Leandra zur Schule bringen und nachmittags vom Hort wieder abholen". Bald ist ihre dreimonatige Probezeit beendet. Nun hofft sie darauf, fest übernommen zu werden, so wie die anderen Reinigungskräfte, von denen derweil draußen einige schwindelfreie Mitarbeiter die Glasfassaden säubern. 
Der Steiger, mit dem Norbert Passon sich gen Himmel bewegt bleibt auf 25 Meter stehen, doch der darauf stehende Mitarbeiter hat auch schon in 45 Meter Höhe auf dem Steiger gearbeitet. Ihn dabei beobachtend, wie er auf seiner großen, ausfahrbaren Plattform steht, wird einem erst richtig klar, was Castiglione meint, wenn sie sagt, dass jeder an einer anderen Stelle gut arbeitet.

Von Sarah Hermanns

Erschienen auf inFranken.de (Region Erlangen-Höchstadt) - April 2011


Freitag, 05. Dezember 2014, 11:58 Uhr

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